Kuss Tschüss

Nicht fernab der Alpen, eine Stunde entfernt vom See, von dem ich ab und zu träume, werde ich mich um diese Stadt bemühen in den nächsten Monaten (und sie sich um mich). Ich werde wieder reisen, «endlich!» möchte ich rufen. Fragte man, was ich vermisse an ihrer Zeit in Berlin, sage ich «Das Bahnfahren; die zahlreichen Stunden im ICE.»

Zu Jahresbeginn

Ich treffe noch Freunde am Bahnhof auf einen kurzen Kaffee. Auf dem Bild, das ich vom Zug stadtauswärts mache, scheint es, als fahre ich vom Dunkel ins Licht, hinaus in den Schnee. Irgendwer schreibt von außen Kuss Tschüss in den Dreck an der Scheibe.

Der Schaffner ist angenehm freundlich, entlässt mich mit Namen und wünscht mir eine ruhige Fahrt. Ein Sitzplatz im Ruheabteil. Es ist wie an einem Dienstag mittag auf dem Weg aus der Stadt. In eine Richtung, in die niemand will.

2 Gedanken zu „Kuss Tschüss

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