Farbe, der man schwer einen Namen geben konnte

Wer regt sich nicht über die neuen BA/MA-Studiengänge auf?
Jedenfalls in der Informatik wird das Modell sehr in Frage gestellt, da ein nach neuer Prüfungsordnung Studierender zwar am Ende jeder Lehrveranstaltung eine Klausur schreiben muss, aber Abschluss- und Zwischenprüfungen nicht existieren. Das Problem liegt auf der Hand. Recht grundlegendes Wissen (Betriebsmittelorganisation, Übertragsprotokolle, …) wird vielleicht früh im Studium erlernt, bis zum Diplom – das mit dem Ende der letzten Vorlesung automatisch verliehen wird – aber vergessen. Darüber sind zahlreiche Dozenten der Meinung, mündliche seien die für den Prüfling besseren Leistungskontrollen, als Fazit wird mit insgesamt schlechteren Abschlussnoten gerechnet.

Dazu passend der Bericht eines Kommilitonen, der von Marburg an eine Universität in den Vereinigten Staaten gewechselt ist, um seinen Abschluss zu machen. Er beschwert sich massiv über das Nichtvorhandensein mathematischen Verständnisses und grundlegenden Wissens selbst bei Absolventen des Massachusetts Institute Of Technology, einer Koryphäe auf diesem Gebiet.

Wir trugen gestern den hier erwähnten Dreisitzer von meiner Gasse in Doreens WG. Ich habe nie ein so schweres Sofa gehoben. Der Treppenaufstieg in den zweiten Stock dauerte schließlich doppelt so lang wie die Durchquerung der Fußgängerzone.
Christians Bemerkung wegen des Sitzmöbels vermutlich einwohnender Flöhe löst noch heute ein Jucken der Kopfhaut aus.

3 Gedanken zu „Farbe, der man schwer einen Namen geben konnte

  1. Ich stehe BSc/MSc auch skeptisch gegenüber, nicht umsonst habe ich mich durch ein Mathematikdiplom gequält. Allerdings finde ich Studienbegleitende Prüfungen angenehmer. muss ich gestehen. Wenn man sich nach 3 Jahren nochmal in die Einzelheiten eines Stoffes, z.b. irgendwelche elendig langen Beweisketten, reindenken muss, sitzt man doch ab und an schon auf dem trockenen.

    Zustimmen muss ich allerdings den mündlichen Prüfungen. Anfangs habe ich sie gehasst, aber ich finde sie – einen fähigen Prüfenden vorausgesetzt – besser als Klausuren (und sind eine nicht mal schlechte Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche; manche arten wirklich in Prüfungen über Fachwissen aus). Die Praxis an der Uni Hannover war, nur bei sehr großen Vorlesungen wie Rechnernetze Klausuren anzusetzen und den Rest über mündliche Prüfungen zu machen.

    Allerdings ist, soweit ich weiß, hier nochmal zur abgegebenen Arbeit ein Kolloquium zu absolvieren, wo man passend zu den Inhalten der Arbeit befragt wird und was nochmal in die Note eingeht.

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