Wie lange scheint einer Ente der Tag?

Plötzlich erinnere ich die frühen Tage, den Blick auf den Stundenplan und das Einpacken der Dinge in den Rucksack, weil Schulranzen höchstens von der Blonden benutzt wurden, die später Medizin studieren wollte. So fühle ich mich eben, Sachen hinein in die Tasche, in die ich morgen früh als letztes den Laptop stecke. Heute den Füller, das kleine Notizbuch und die Kladde, in der nur die ersten acht Seiten beschrieben waren, weil ich dann erkannte, dass dieser Job der Falsche war und ich nicht mehr eingesehen habe, das hochwertige Buch weiter zu verschwenden für ihn (und konsequent bis zur Kündigung auf billigem Umweltpapier weiterschrieb).

MonreposMorgen erwartet mich kein Potential Achievement Day, keine Einführung in eine hochsichere, unergonomische und –bedienbare Infrastruktur eines international agierenden Konzerns, morgen erwartet mich eine ordentliche Kaffeemaschine, ein Dreierbüro und Kollegen, die ich bereits letzten Donnerstag traf. Ich werde das Haus ohne Krawatte verlassen – ohne Anzug sogar und statt Budapestern in Chucks! – und mir eine Wochenkarte kaufen, weil wir Pech haben zur Zeit mit dem Wetter.

In der Schultertasche werde ich meinen Laptop tragen, ein kleines Notizbuch und eine Kladde, der acht Seiten fehlen. Ich werde Musik hören auf dem Weg ins Büro, wie ich heute Abend Philip Glass höre und voll Freude die Sachen suche, die ich seit Wochen nicht brauchte. Während der Regen hörbar auf dem Balkon unsere Blumen gießt und die Spülmaschine die Reste des Abends beseitigt.

Ob ich – endlich – einst zufrieden bin?

— p: Steffi

2 Gedanken zu „Wie lange scheint einer Ente der Tag?

  1. Zitat: “Woher die Bezeichnung Budapester stammt oder wer sie zum ersten Mal verwendet hat ist nicht überliefert. Tatsache ist, dass dieses Schuhmodell typische osteuropäische Merkmale (z. B. Lochungsmuster und Leistenform) aufweist und seit Ende des 19. Jahrhunderts in Budapest gefertigt wird. Vermutlich ist also der Modellname auf den Ursprung des Schuhs in der ungarischen Metropole zurückzuführen. Dort nennt man diesen Schuh übrigens Karlsbader.”

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Budapester

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