Menschen emanzipieren sich, hoffentlich, gelegentlich.
Kein neuer Trend aber ein persönlicher ist die Emanzipation von Technik 2.0, die als Wundermittel im Internet gepriesen wird (bzw. wurde). Dazu zählen Blogs, Twitter, irgendwelche Online-Fotogalerien oder die sozialen Netzwerke, die man (glaube ich manchmal, wenn ich mit Freunden darüber rede) bald mit großem »S« schreiben muss.

Screenshot von Dogfood

Ich war irgendwann einmal Mitglied in mehr sozialen Netzen als jetzt, und das finde ich nicht schlimm. Ich habe den Trend des Twitterns und der Onlinegalerien auf Flickr (der gefühlt langsamsten Seite im Internet, auf die jeder zweite leider verweist) verschlafen und nie einen Urlaub mit geocodierten öffentlichen Fotos dokumentiert. Und mich deswegen nie schlecht gefühlt. Es gibt zahlreiche Blogs, die nicht weitergeschrieben werden. Diese drei allerdings würde ich tauschen gegen die oben genannten Techniken:
Kai Pahls Dogfood, Lyssas Lounge und Siebenviertel.com.

Ich weiß, dass sie teilweise anderswo schreiben.
Aber eben auch über andere Dinge.

Wir waren gestern in einer katholischen Kirche, nicht zufällig, weil man naturgemäß nicht zufällig in eine Kirche gelangen kann wie man in eine Pfütze tritt, sondern angelockt (im Vorbeigehen!) von Gesang und Musik.

Eine halbe Stunde später sollte ein Gottesdienst stattfinden - was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wussten. So blieb Gelegenheit, die natürlichen Besucher des Hauses zu beobachten bei ihren Riten, die befremdlich wirken für jemand fremden in dieser Umgebung.

Alte und Junge, Menschen, die kaum mehr laufen können, knicksen und beugen sich vor etwas Goldenem, was von hier hinten aussieht wie ein goldenes Kalb.
Ich mag diese Bauten gern, so lange man rechtzeitig hinausgeht zum See. Wie wir gestern abend.

Mal wieder viel zu früh aufgestanden nach einer viel zu kurzen Nacht, einen viel zu frühen Zug genommen und daher über eine Stunde Aufenthalt in Frankfurt zu bewältigen. Dieser Bahnhof ist einer der wenigen, die eine sogenannte DB Lounge besitzen, einem abgeschlossenen Wartebereich für… ich weiß gar nicht für wen. Aber ich darf rein neuerdings.

bahn.comfort Lounge im Frankfurter Hauptbahnhof

Was furchtbar elitär wirkt, bedeutet für den Betroffenen kostenlosen Kaffee und die Lektüremöglichkeit aller üblichen Zeitungen. Für den dortigen Gebrauch bestimmt, nicken die Ansprechpartner der Bahn nur wohlwollend, wenn man sie freundlich fragt, ob es denn auch möglich sei, die Lektüre im Zug fortzusetzen (was nichts anderes bedeutet als die Übereignung der gewählten Tageszeitung).

Während einer Stunde schafft man übrigens sechs Latte Macchiato. Und die Toilettenschüsseln des österreichischen Zuges, in dem ich mittlerweile sitze, sind aus Porzellan. Dafür ist die Heizung kaputt, die Klimaanlage funktioniert allerdings noch und glaubt, wir hätten August.

Heute vor zwei Jahren gab ich einen Brief in die Post, ohne zu ahnen, über Dinge gestolpert zu sein, die bereits ihre Schatten vorauswarfen. Alles was in dem Brief stand, unterstütze ich noch; ich würde ihn unverändert abschicken. Wortlaute sind bekannt, ich habe ihn bisher jedoch nie komplett veröffentlicht.

Austrittserklärung SPD

Heute vor einem Jahr war ich voller Freude für eine Sache, die anderthalb Wochen später begann. Oder - je nach Sichtweise - vier Wochen früher bereits im Theater. Zwei Wochen früher jedenfalls hast du verpasst, was mir wichtig war. Und ich nichts erreicht; rückblickend ein Glücksfall. Du hast mich durch den Winter gebracht, das erste Mal. Und tust es jetzt wieder.

Ein Freund sagt »das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.« Ich sage:
Was vor einem Jahr begann, hat eine atemraubende Qualität erreicht.
Was vor zwei Jahren endete, hat eine atemraubende Qualität erreicht.

Und noch eins will ich dir sagen:
Das erste Ding ist unendlich besser.

So langsam verstehe ich Antjes Frage. Ich glaube tatsächlich und sehe es oft, dass wer fröhliche Musik hört möglicherweise glücklicher ist. Ich bin nicht unglücklich, einen Grund dazu habe ich nicht. Aber es ist diese Grundmelancholie, die ich gern damit entschuldige, früh auf Tocotronic und Thomas Bernhard gestoßen zu sein. Wer (wie wir) Salzburg in der Weihnachtszeit kennt, hört solche Musik, liest solch Literatur.

Nur das pathetische Heulen,
davon habe ich langsam genug.

Am Tisch nebenan: Bildungsbürger
die versuchen, die Welt zu erklären.

Und du
und du
ihr
geht gleich durch den Eingang
steht gleich im Foyer
schaut gleich in eine Richtung
und braucht seltsam vertraut
eure Zeit.

A. hat sich letzte Woche Sonntag für immer verabschiedet. Dachte, das interessiert dich vielleicht auch. Nach einer Woche suchen hat man ihn gestern morgen gefunden.

Hier fehlen Worte.

Ja. Er hats zwar seit über einem Jahr angekündigt, aber es erwischt einen dann doch ziemlich kalt…

Privat!

Drüben, im online verfügbaren Gemeinschafts-Kalender deiner Arbeitsgruppe, versagt ein Kollege:

Du wohnst in den letzten Monaten dieses Jahres regelmäßig in einer WG, in der sie zur Zeit Weihnachtstoilettenpapier verwenden.

Und dann sitzt du und fragst dich, was wohl gerade nach Zimt riecht.

Komischer Tag.

Wir werden in neunzig Minuten eine Verspätung von etwa sechzig Minuten herausgefahren haben.
Weit und breit kein Schaffner, der mein Ticket abstempeln mag (was wegen der City-Option wichtig ist).

Aber dem Freund im Auto, der vorhin anrief, geht es nicht besser:
Er findet den Ausgang des Ruhrgebiets nicht.

Du weißt, Freund, ich hätte es anders geschildert. Ich sage nie, was ist, nur was ich sah. Darin steckt immer auch die Projektion des eigenen Zustands, den ich bei ihr nicht finden wollte und es (vielleicht!) nur deshalb tat, weil ich diesen Ort - dieses Alles - für einen ungeeigneten halte; vielleicht weil ich daran glaube, dass andere Orte gebührender sind.

Wenn mir morgen nichts besseres einfällt, lese ich Texte von dir. Ich habe eine Ahnung von dem, wie du dich fühlst und wähne mich glücklich zu sein über das, was uns bleibt. Mein Herz hängt wie deines an jemanden, den du kennst. Und der wohnt für meinen Geschmack zu weit fort.

Du hast mir das Auto voraus.
Ich spare darauf.

Texte zu schreiben wie Thees Uhlmann gelingt nicht dadurch, sich diese Aufgabe zu stellen.

»Pass auf mich auf« sage ich in deinen Rücken, als du die Platte auflegst und mich nicht siehst. Sicherlich ahnst du, was ich damit meine. Großartig, dass es dir egal ist.

Wenn draußen die Nacht durch die Helligkeit bricht, die Zweige des Waldes das Dunkel aufhalten und eisige Tannen den Weg durch den unter Sohlen knisternden Schnee flankieren, irgendwo dort Tiere leben, von denen du denkst, du hast sie gern.
Dann ist das jener Ort, an dem du lieber bist
und dich fragst, wann der Quatsch vorüber ist.

Das könnte uns passieren
Ich weiß ich weiß ich weiß
so könnten wir leben hier
du weißt du weißt du weißt

Ich igel mich ein. Dabei ist es heute schon besser.
(Nur für alle, die das nicht merken.)

T: Tocotronic - Wir sind viele

Vor den Fenstern ziehen mit zweihundert Kilometern in der Stunde schneebedeckte Windräder vorbei, der Junge am Kaffeewagen ist neu, man merkt seine Unsicherheit; dabei würde ich ihm alles abkaufen. Neben mir haben sich zwei gefunden und reden über die schönsten Seiten dieses Landes, vergessen aber jenen Teil, der mir wichtig wurde in den letzten (fast vierhundert) Tagen.
Den Tisch teile ich mit einem Geschäftsmann aus Wien und einer Dan Brown lesenden Strickpulloverschülerin; ich denke an Tage, die seltsam hinter uns liegen. Und glaube, es lag an mir.

Wenn wir uns das nächste mal sehen,
ists draußen noch etwas weißer, noch
etwas kälter. Und wir wissen, wo man
sich wärmt. Und wie das funktioniert.

Du wirst es nicht mehr rechtzeitig lesen,
aber pass bei den Bahnen auf. Sie komm
en in den letzten Tagen nicht pünktlich.

Das ist alles nur Zufall.
Es gibt kein Schicksal
auch wenn wir das ge
rn hätten. Gute Fahrt.

einsichtig

Duck in a bottle

Du hast dich nicht verändert
und das ist auch gar nicht nötig
schließlich bist du gut gefahren
in den letzten vier, fünf Jahren.

Heute sind wir weit entfernt
von was wir früher waren
schließlich bist du gut gefahren
dafür haben wir uns nichts zu sagen.

philiströs

Nach langen Diskussionen (zum Beispiel über Berlin),
kann ich nicht anders, als die Dinge zu sehen wie sie.
Und nicht anders, als verzweifelt
am eigenen Ansatz festzuhalten (zu klammern!)
und ihn lächerlich verteidigen.
Mit jedem ihrer Worte schießt sie mich beeindruckend sturmreif.
Irgendwann verstummt, grummle ich
und sie fragt, warum diese Stille.

Seit Tagen schwelt in meiner Luft der Konflikt, der ständig kichernd in der Ecke sitzt.
Gestern war es wieder soweit, dass der sich meiner Unausgeglichenheit bereichert
mich niedergedrückt und ausgeknockt, am Bett gesessen und gelacht.

Dort machen sie Wolken!

Dort hinten machen sie Wolken, haben wir gesagt zu uns, wissend genickt und am Horizont versucht zu erkennen, was alles kommt. Die Hälfte - mindestens - übersehen, wie wir gestern merkten. Nicht, dass er neu wäre, der durch die Türe tritt, sich lange nicht mehr vorstellt, sich niederlässt und beginnt zu erzählen.

Und dann kann das
neue Sofa im Büro
nicht erfreuen -

weil er darauf sitzt.

Du bist mir die Antwort schuldig geblieben auf die Frage
warum sich Menschen nicht menschlich behandeln.

Das erste Mal, dass ich meinen Fuß über die Schwelle einer Oper gesetzt habe.

Ein internationales Wochenende liegt hinter uns. Così fan tutte auf italienisch (mit deutschen Übertiteln), Rumba auf französisch (mit deutschen Untertiteln). Naturgemäß hat mir der Inhalt der Oper nicht so gut gefallen wie der Inhalt des Films, der melancholisch-lustig war, tragisch eher.

Ich bin eher derjenige, der sagt, Lorenzo da Ponte hat Unrecht.

Und das glaube ich wirklich.

Und ich bin derjenige, der sagt, es wäre gut zu wissen, es ist wie in Rumba, wenn es so wäre, wie es in Rumba ist.

Das glaube ich wirklich.

Als das iPhone 3G herauskam, war ich in einer Situation, um die mich viele beneidet haben. Mein Handy-Vertrag, den ich schon vorher mit T-Mobile hatte, lief pünktlich zur Markteinführung dieses Telefons aus, so dass ich ohne finanzielle Einbußen die Wahl zwischen dem iPhone und anderen Telefonen hatte.

Im alten Vertrag nutzte ich einen BlackBerry 8800 und den entsprechenden eMail-Push-Service, den mir mein Handy-Anbieter zur Verfügung stellt. In diesen Dienst war ich sofort verliebt, habe mehrmals wichtige (eMail-)Korrespondenz aus Zügen und Autos führen können, dennoch hatte der BlackBerry einige Nachteile, von denen ich hier zwei ausführen möchte.

  • Es gibt bei der 88×0 Baureihe keine Möglichkeit, lokal (also auf Gerät oder MicroSD-Karte) gespeicherte PDFs anzuschauen, dies funktioniert nur, wenn man die Dateien per eMail geschickt bekommt, der BlackBerry Server erstellt daraus ein für das Gerät lesbares Format
  • Die 8-GB-MicroSDHC-Karte wurde nicht vollständig unterstützt. Im Gerät konnte ich sie nur auf maximal 4 GB formatieren, extern ließ sie sich zwar vollständig formatieren, der BlackBerry quittierte dafür jeden Zugriff auf die 8 GB mit quälender Langsamkeit

Suchte ich noch lang, fielen mir möglicherweise noch die Unmöglichkeit, den BlackBerry via Bluetooth mit meinem Mac zu synchronisieren ein und das Fehlen eines SSH-Clients.

Ich habe mich dann für das iPhone entschieden.

Am Anfang standen für das iPhone sehr wenige Programme zur Verfügung, die man über den App Store auf das Gerät laden konnte – ich fühlte mich an die Zeit mit dem BlackBerry erinnert. Mit der Zeit kamen allerdings einige sehr interessante Applikationen, die ich heute stark nutze. Hierzu zählt die Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn sowie der Berliner Verkehrsbetriebe. Auch die Google-Maps-Anwendung samt GPS-Tracking habe ich am Wochenende wieder mehrmals gebraucht, weil ich den Berliner Stadtplan in der Wohnung meiner Freundin vergessen hatte. Einen brauchbaren SSH Client findet sich mittlerweile auch und für einige Software habe ich gern Geld gezahlt, weil ich glaube, dass die Arbeit des Entwicklers belohnt werden sollte und die Beträge selten zwei Euro je Applikation überstiegen.

Neben den zahlreichen positiven Veränderungen in Form von herunterladbaren Applikationen schimmerte immer häufiger Unvermögen durch, über das ich mich mehr und mehr zu ärgern begann. Neben dem BlackBerry-Dienst sieht die periodische Abfragung von eMail-Konten lächerlich aus. An Lächerlichkeit nur noch übertroffen von der Akkulaufzeit bei aktiviertem UMTS, mit EDGE ist sie halbwegs vertretbar (wenn man zweieinhalb Tage als vertretbar bezeichnen mag). Viele andere Zumutungen, über die ich mich selbst unterschiedlich intensiv ärgere, finden sich in der Liste 50 Gründe, warum man die Finger vom iPhone lassen sollte! (Danke Matthias). Ich kann alle die in der Liste genannten Probleme mindestens nachvollziehen, es geht hier nicht um das Bashing von Apple, es geht um Usability.

Nach vier Monaten ist es Zeit Bilanz zu ziehen. Das iPhone sieht attraktiv aus, die Verarbeitungsqualität ist ordentlich und die Synchronisation in Verbindung mit der MobileMe-Cloud gefällt sehr gut (und kostet noch einmal 79,- Euro zusätzlich im Jahr). Mich begeistert der Complete-Tarif, den ich von T-Mobile habe. Die T-Online Hot-Spot-Flatrate nutze ich regelmäßig, noch häufiger die UMTS-Flatrate per Web’n’Walk Express-Card im Laptop.

Die Liste der negativen Dinge ist hingegen entscheidend länger. Neben der oben genannten Mängelliste empfinde ich die Haptik des Telefons als sehr ungünstig: Es ist glatt, rutscht in der Hand (und fast vom Tisch; gerade beinahe vom ICE-Tisch in einer Kurve) und verbreitet immer mehr den Habitus eines Spielzeugs, vielleicht weil man sich der Unzulänglichkeiten bzgl. des Business-Umfelds (Message-LED, Agenda, Suchfunktionen, …) gewahr wird. Die absolute Unmöglichkeit stellt für mich die Touch-Tastatur dar, nicht nur von der Bedienbarkeit, sondern auch vom Konzept (Umlaute!). Die Empfangsqualität ist bedeutend schlechter als beim BlackBerry, ebenso die Sprachqualität.

Ich habe mir das iPhone jedenfalls nicht als Spielzeug gekauft. Nach der anfänglichen Begeisterung, die ich auch meinen Kollegen vermittelt habe, sind die Gründe, das Telefon zur Seite zu legen, mittlerweile übermächtig geworden.

Ich nutze demnächst wieder BlackBerry: Bold (der die beiden oben erwähnten Einschränkungen nicht mehr besitzt). Und meine Kollegen werden lachend den Kopf schütteln.
(Aber nur, bis sie den Wiederverkaufswert des iPhones bei ebay sehen!)

In diese Kneipe, in die man sonst nicht geht, die jetzt ein neues Bier probiert, zieht es uns jeden ersten Mittwoch im Monat. Ich war lange nicht mehr dort, der Freund an der Kasse erkennt mich und winkt mich durch. Kurz bevor es dunkel und gemütlich wird, steht ein Tisch links neben der Tür, an dem wir uns sammeln, unterhalten und bereden. Von zweien, die ich sehr schätze, höre ich, sie seien heute da und läsen später. Ich bin (wie immer) zu spät und trotz allem doch früh genug.

Hier fühle ich mich zu Hause. Es ist schön zu merken, wenn andere einen vermissen. Jeder sollte Orte haben wie diesen, habe ich irgendwann im letzten Jahr gedacht, bevor ich die Liebe entdeckte zu Orten jenseits von diesem. Etwas muss unausgesprochen bleiben.

Versteh mich nicht falsch (meine Hand auf deiner Schulter hat viel zu bedeuten). Auch wenn wir uns nie umarmen (außer wenn wir nicht wissen, was zu tun - man merkt uns das Ungeschick an, kommt es so weit); es fallen mir vierhundert Beispiele ein zu sagen, die ich umarme schätze ich weniger.
Und einhundert Gegenbeispiele.

In einer anderen Wohnung, in einer anderen Stadt
wäre man bestimmt ganz anders als hier jetzt
es ist so bequem, ist es so Bohème,
Rock me in crazy Berlin

– Britta - Rock me in Crazy Berlin
T: Britta - DJ Holzbank

Wenn du sagst, dass die Sonne heute zwar schien aber die Nacht dunkler wäre als sonst (und früher beginnt)
Wenn du sagst, alles komme auf einmal und ich nicke (was anderes fällt mir nicht ein)

dann kann man niemandem einen Vorwurf machen
- außer den Städten (nur den Städten!) -
dass sie so weit voneinander entfernt
liegen.

Gib Acht.

Ich stehe im Schwimmbad, die rote Badehose über den Knien, zu der meine Mitbewohnerin später sagt, damit ginge ich wenigstens im Becken nicht verloren.

Ich ziehe meine Bahnen, irgendwann springt einer jener ins Becken, die dich immer überholen, die mit Leichtigkeit absolvieren, was du dir nur mit Mühe abringst. Ich stelle ein paar Minuten später fest, dass er mich immerhin im Brustschwimmen nicht abhängen kann. Und auch im Rückenschwimmen halte ich mich heute für gut.

Ich ziehe mich an und merke, was ich zu Hause alles vergaß.

Demontage

Im Lieblingscafé die üblichen beiden, die sagen, sie haben heute noch etwas vor. Und seien morgen wieder hier, wir verabreden uns zum erneuten Telefonat, etwas, das ich von dir zu adaptieren scheine.

Der Plattenladen liegt nicht gerade auf dem Heimweg. Dort treffe ich einen Freund, wir erzählen uns die vergangenen Monate, gehen manchen Weg zweimal zu weit und verabschieden uns in altem Optimismus, wir sähen uns bald.

Wir lernen es nie.

T: Der Titel einer Geschichte aus der gestrigen SZ

Da sitze ich mitten im Glück und ersaufe beinah.
Du weißt, das kann nur mir passieren.

Ich mag Morgen zur Zeit lieber als Abende. Beim Klingeln des Weckers sehe ich das naturgemäß anders. Ich schnüre die hohen Schuhe über den dicken Socken als eine Art Panzer, packe die Sachen und nehme Kurs auf

Dich

Berlin.

Ich habe mich gegen den Staubsauger
und für ein geschicktes Spiel mit der Beleuchtung entschieden.

Next Page »