Witwensitz Marburg

Gestern war Ingo da. Aus Köln. Nach einer SMS “Ich komme in drei Stunden”. Ich saß gerade beim Essen, auswärts mit dem Auto, was sich als dümmste Idee der letzten Woche erwiesen hat. In Marburg tobte der Elisabeth-Markt und auf den Parkplätzen das Chaos, aber scheinbar übten sich Marburger Ordnungshüter in Toleranz.
Auf dem Weg nach Hause – Stunden später – treffen wir eine seltsam grinsende Alex, die sich scheinbar freut, uns zu sehen. Wir auch, schnell weiter. Die Stadt läuft über, auch abends noch. Wenigstens haben wir einen Parkplatz und biegen nach einer handvoll Minuten in die Schutz bietende Gasse. Neben dem angefeuerten Ofen, der leise knackend eine gemütliche Athmosphäre verteilt, essen wir Pizzabrot und Baguettes.

Die Batterien meines Discman haben gestern sehr früh aufgegeben, mir blieb nichts als den Menschen zu lauschen. Von “H&M” war die Rede, Jungs selbstredend und vor dem Aufzug begegnete uns ein Mann, der erst auf die schließende Tür zulief, den Aufzug verpasste und beim nächsten jedem den Vortritt ließ.

Obwohl das Wochenende gut war, bereue ich es ein kleines bisschen, nicht auf der Buchmesse in Frankfurt gewesen zu sein, am Samstag morgen oder wann anders.

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