Wir gruben – Bis uns die Hände bluteten und der Schweiß auf der Stirn stand

Schon in Wehrda waren mir Dennis’ Ambitionen fremd, den Rasen mähen zu wollen. Natürlich habe ich unseren Garten gern genutzt, zum Liegen und Lesen. Wenn es um dessen Pflege ging, verzweifelte ich aber regelmäßig. Es ist beschlossen, dass ich in absehbarer Zeit in keinem Haus leben werde, schon gar nicht außerhalb eine Großstadt.
Damit bin ich, was man einen Stadtmenschen nennt. Schon vor dem Jahr in Frankfurt war ich dieser Meinung, dass die Mainmetropole mir fast das Leben kostete, lag eher an der Stadt selbst und am hessischen Umfeld. Marburg jedenfalls ist mir viel zu klein, wie ich gern behaupte. Ein Dorf, in dem ich nicht alt werden möchte/würde.

Nun rief letztens mein Vater an, der mich um ein paar samstägliche Stunden bat, ihm bei der Gartenarbeit zu helfen. Ich schob also meine Abneigung zur Seite und fuhr zu ihm. Während die Sonne vom Himmel lachte und ich in Handschuhen und abenteuerlichem Gerät in der Hand versuchte, Reihe für Reihe seines Gartens umzugraben, setzte ich die Frist der Landleben-Abstinenz:
Mindestens 25 Jahre.

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