Wenn du lachst gehen drei Sonnen auf

Die Mitbewohnerin schenkt mir eine Hose jener Art, die ich seit Monaten liebe. Die anderen lachen, freuen sich gemeinsam über den vorangegangenen Abend, jetzt, wo man Zeit findet, sich darüber auszutauschen. Der Wert dieser Wohnung ist unermesslich, wir sind glücklich, ich lege die Platte auf während sie fragen

»Ist er es?«.

Er war da.

Ob sie das auch kennen, einen Menschen, der den Tag herumreißt, herausreißt? Der anruft und sagt »Ich brauche dringend Kaffee« und »Wisch’ dir gefälligst die Nacht aus dem Gesicht, in fünf Minuten werde ich da sein!« Als er geht, läuft eine CD, bei der ich den regnenden Wolken ins Gesicht lache und frage, was sie denn wollen.

Träume von Freiheit, ich beneide und habe eine Ahnung, wie sich das anfühlt, hatte die Ahnung schon am Morgen um neun, als der Regen auf den Dachpfannen platzt und gegen die Dachfenster schlägt. Ohne zu wissen wo er schläft, schließe ich die Augen mit dem Geräusch im Ohr, das er jetzt hören muss.

Sie klingelt mich aus dem Schlaf, bestenfalls drei Minuten, die enden mit

»Wir schreien morgen.«

2 Gedanken zu „Wenn du lachst gehen drei Sonnen auf

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