Weil es nichts wurde mit Ljubljana und Mantua.

Der Bräunerhof hat sich während zehn Jahren nicht verändert, als ich ihn zum letzten Mal besuchte und am gleichen Tisch Platz nahm, schräg gegenüber des Stammplatzes von Thomas Bernhard während seiner Zeiten in Wien. Spielt mir die Erinnerung keinen Streich, sind die Ober jetzt allerdings höflich, wünschen freundlich einen guten Tag und suchen sogar das Gespräch. Und die Karte kann man noch immer für Eineurofünfzig – als Andenken – erwerben wie einst. Stallburggasse 2, für die es interessiert.

Wien.

Auch wenn wir diesmal mehr Zeit hatten, uns diese gestatteten, in der kunsthistorischen Sammlung konnten wir jenen Tintoretto nicht finden, wegen dem wir kamen. Vielleicht liegt das an der Sonderausstellung, die sie im Augenblick haben, vielleicht auch an meinem Gedächtnis, in dem dieses Detail nach zehn Jahren etwas verblasst.

Und doch, der Heldenplatz liegt, wie ich ihn erdachte während der Lektüre des gleichnamigen Buchs. So stand ich, eine Minute länger als andre, mich fragend, hinter welchen Fenstern die Menschen verzweifeln.

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