Vis-à-vis de moi

Die Musiker vorm Haus, der Musiker in meinem Blog.
Die einen spielen das Beste seit langem, heben sich angenehm vom übl(ich)en Brei der Gasse ab: Dem Renter am Orgelkasten mit tagein tagaus den gleichen Liedern, dem alten Mann mit der Blockflöte, der auch nächstes Jahr noch falsch spielt.

Der andere dort oben an diesem Punkt, an dem sich der Kreis schließt. Dem es aus anderen Gründen nicht gut geht in der großen Stadt, die mir interessant wird in den letzten Tagen.
Draußen spielen sie Polka, drinnen trommle ich auf einem leeren Karton, neben mir schnarcht der Kater; manchmal wüsste ich gern, was er träumt.
Vielleicht das Gleiche wie ich am Tag.
Brüder im Geist.

Halt mich fest, ich glaub ich brauch das jetzt.
Kauf mir ein Bier, ich trink es dann bei mir.
Ich steige ein und bin dann gern allein.
Nach Bahrenfeld im Bus.

— Tocotronic

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