virtual desktops everywhere

Ein Großteil meines Informatikstudiums erfordert die Benutzung eines Computers. Das ist selbstverständlich, bringt mich jedoch in eine Bredouille, weil mir – sitze ich vor einem Bildschirm – tausend Ding einfallen, die ich nachschauen muss und will, die aber mit der zu erledigenden Arbeit bestenfalls marginal zu tun haben.

Schon in einem meiner ersten Zeugnisse der Grundschule, in dem Zensuren noch in Form einer Zusammenfassung durch den Klassenlehrer umschrieben wurden, fand sich bereits ein Satz, der meine ganze Bildungslaufbahn treffend charakterisieren sollte. Sinngemäß lautete der:

Niels schaut lieber aus dem Fenster zu den Vögeln, anstatt dem Unterricht zu folgen.

Virtue Logo

Ich habe gelesen, dass man alle Ablenkung beseitigen sollte, Dinge vom Schreibtisch in die Schubladen oder Schränke räumen. Was macht man aber mit Dateien, Programmen und offenen Fenstern der Benutzeroberfläche:
Wo andere das Killerargument für virtuelle Desktops in der übersichtlichen Anordnung zahlreicher Programme sehen, steht für mich die thematische Gliederung der Arbeitsoberflächen im Vordergrund (wenngleich beides miteinander Hand in Hand geht). Schreibe ich eine Hausarbeit oder Programmiere ich, finden sich auf dem Haupt-Desktop lediglich die unbedingt notwendigen Programme dafür, Kommunikations- und Webapplikationen laufen prinzipiell auf anderen Desktops.
Kommuniziert man über Instant Messenger, erzeugt nicht jede neue Nachricht durch virtuelle Reizung Neugier, die durch das Fokussieren des Chatfensters befriedigt werden muss und man damit aus den Gedanken gerissen wird.

Nachdem Unices (bzw. X-Server basierte Window-Manager) dieses Feature in der Regel mitbringen, gibt es seit langem schon für andere Systeme Programme, um diese Funktionalität nachzurüsten. Seit wenigen Tagen ist Virtue auch für Apples neuestes Betriebssystem verfügbar, eine Linksammlung bietet der englischsprachige Wikipedia-Artikel.

Ein Gedanke zu „virtual desktops everywhere

  1. Hi,

    na, der werde ich mich mal auf den virtue werfen, wenn auch der desktop manager einen ausgezeichneten dienst bei mir tut, ohne die ehrlich gesagt hübschen einfärbungen des bildschirms ging es seit meinem update auf tiger auch.

    aber ohne vituelle desktops ginge ja gar nichts. ich weiss nicht, wie sich die leute ohne so etwas organisieren können…

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