verstehen

Ich dachte, ich hätte alles gesehen. Zumindest bin ich davon ausgegangen, dass sich manche Ereignisse nie wiederholen.
Diesmal liegt der Auswurf direkt vor der Tür und ich überlege ernsthaft, ob man nicht ein Schild anbringen sollte, dass sich zwei Häuser weiter ein Bistro befindet. Meine Gasse ist so trostlos, dass mir die Pflanzen wegsterben. Von meiner dreistämmigen Palme hat nur einer überlebt. Eine andere reckt ihre braunen Blätter gen Fenster und auf dem Herd steht der Efeu unter Wasser, um die Kurve zu bekommen.
Ich bin auch krank.

Mir kommt alles wie großer Quatsch vor.

4 Gedanken zu „verstehen

  1. niels, das alles lässt nicht wirklich wundern, oder?

    wenn du deine palmen bei diesem wetter und derartigen auswürfen in die gasse stellst, müssen sie sterben, wenn sie vergebens sich um hilfe suchend zu deinem fenster recken

    und weiter mit den belehrungen (weil das ein hassenwerter wesenszug an mir ist, den ich gerne ausstelle): kein efeu kriegt unter wasser irgendeine kurve, schon gar nicht auf dem herd. zumal der efeu nicht allzu bekömmlich ist, besser gesagt: leicht giftig, sofern es sich um “hedera helix” handelt

    allerdings könnte das köcheln deines efeus dir durchaus behilflich sein, deinen bronchialkatarrh zu lindern, sofern es das ist, woran du gerade leidest

    ich aber behaupte: es ist diese stadt, die dich krank macht. die gosse vor deiner tür. im spiegelbild dein vorwurf an dich selbst, erstarrt im ewigen augenblick, was dich heulen lässt statt handeln

    … na? nu geht’s dir gleich wieder besser, gell?

    mit den liebsten grüssen an dich, freund:
    g.*

  2. Hehehe….vielen Dank für diesen Block…hab grad gut gelacht, denn hier in Mainz sieht es sehr ähnlich aus….
    Bin zufällig vor geraumer Zeit auf Deine Seite gestoßen, da ich die Seite Deiner Freundin schon seit Jahren kenne und letztens mal wieder den Weg dorthin gefunden habe…
    Seitdem lese ich mir eigentlich täglich Deine Tagesbeiträge durch.
    In diesem Sinne ein kleines “Danke” dafür, dass Du mir den grauen Arbeitsalltag etwas versüßt.
    Schönen Tach noch und gute Besserung
    *die JeN*

  3. Es ist alles großer Quatsch.
    Du bist nur noch nicht so verdorben wie ich und nimmst es nicht einfach so hin.
    Dafür muss man Dir danken: Danke!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.