Unsterblich

Es ist ja nicht so, dass es mich nicht mehr gibt. Es ist nur so, dass sehr viel zu tun ist die Tage. Das Jahr war fordernd an vielen Fronten, der Gipfel der Verzweiflung – wie ich meine Todoliste liebevoll nenne – sinkt immer weiter gen null. Und es ist leider so, dass ich dort noch lange nicht bin.

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Ein Zeichen der kontinuierlichen Hast ist das Stechen im Rücken vier Wochen zuvor. Die Ratlosigkeit danach, die Unmöglichkeit einer Bewegung und der Schmerz. Zurückgeschlagen von einer Ärztin, die nachts ein Schmerzmittel brachte, das endlich wirkte und sagte, dass ein Hexenschuss keine Altersfrage sei. Sie hat mein Selbstbild als Siebenundzwanzigjähriger wieder gefestigt.

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So gleiten die Tage dahin, so rasen sie lautlos vorbei an allem, was mich umgibt, und ich bin schon lange dabei, im Flug Dinge zu sortieren und Gedanken auf Zweitausendneunzehn zu schieben. Eine Wette auf die Zukunft, sagen viele, aber noch sind wir alle unsterblich.
Man flieht, wo man kann.

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