Turbine

Matthias hat mir vorgestern von einem Kommilitonen berichtet:

Er machte Abitur in Marburg und war einer jener, die fünf Minuten vor Unterrichtsbeginn bereits in der Klasse saßen und ihre Schreibgeräte an den Kanten des Tisches ausrichteten oder mindestens vor dem Klassenraum die Stellung halten.

Anschließend begann er ebenfalls in Marburg zu studieren und weil dies zu einfach war, gleich Mathematik, Physik und Informatik auf Diplom. Lehrveranstaltungen der Informatik hat er aufgrund überbordender Trivialität nie besucht. Nach den Mathevorlesungen blieben ihm fünf Minuten bis zum Beginn der Vorlesung in theoretischer Physik an einem anderen Standort dieser Universität. Er machte seinem Spitznamen alle Ehre und kam wahrscheinlich nie zu spät.

Turbine hielt auch im Programmierpraktikum des Grundstudiums der Informatik die Fäden stets in der Hand. Während der Großteil der Studierenen beeindruckende Leistung beim Umschiffen eventueller Aufgaben zeigte, delegierte er, entwarf Arbeitspläne und einen Großteil der Software in Eigenregie. Er fönte seine Arbeitsgruppe, wenn diese nicht in seinen Soll-Plänen lag, wie ein Bilderbuchinformatiker seine Abteilung eben fönt.
Freunde behaupten, Turbine besäße keinerlei soziale Kompetenz.

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