Tummetott

Frau Hoffmann reibt sich an meiner Tasse, in der irgendein Tee mit Baldrian zieht. Soviel Liebe hat sie mir noch nie gegeben. Ich sitze daneben, beobachtend und schwanke zwischen Lächeln und Verzweiflung, weil ich nur eben kurz etwas machen wollte; und nun haben wir zwanzig nach Vier. «Du Katze, du irre» denke ich noch, «wie oft ich dich beneide und nun drehst du zu solch unmöglicher Zeit neben mir durch.»
Es soll wie ein Lob klingen. Bevor sie die nächste Runde mit dem Teebeutel ficht.

Draußen ziehen die Kehrmänner vorüber und ich glaube für den Moment, seine Stimme zu hören. Als ich herausschaue sind es bloß die üblichen verdächtigen zwei. Ich höre das Bett, es ruft mich.
«Ich würde ja gern, weißt du, ich erledige das bloß eben noch schnell.»

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