Treffen sich die Leute, die wir nicht mögen, immer noch auf den Terrassen

Blogs sind irgendwie so erwachsen. Ich meine damit die ,,richtigen” Blogs, die zurecht hunderte Leser haben (,,zurecht” weil ich sie ja auch lese :-)).

In den anderen Blogs, damit meine ich Communities wie LiveJournal (mit dem ich damals selbst anfing), kursieren noch heute Fragebögen wie damals und man trifft dort noch immer die gleichen Leute, die heute genauso aktiv sind wie früher. Dabei schleicht sich das Adjektiv hängengeblieben in die Gedanken; man selbst schreibt jetzt schließlich (wo)anders, und man hätte doch kaum das eigene Blog auf dem eigenen Server mit der eigenen Domain, wenn man es damals beim LiveJournal so klasse gefunden hätte (wobei es phantastisch ist, dass solche Dienste existieren!).

Auch in der Blogosphäre, die sich gern vernetzt gibt, ohne den anrüchigen Muff einer Community, und doch irgendwie lose und frei ist – jedenfalls habe ich dieses Gefühl -, auch in Kleinbloggersdorf also existieren Fragebögen. Doch im Gegensatz zu jenen von früher wirken diese erwachsen – im Sinne der Fragen. Vielleicht gibt es die anderen auch, irgendwo am Rande, weit weg von meinem Bewusstsein; auch ich lese am Rand ein paar Blogs – wahrscheinlich häufiger als Blogs in der Dorfmitte – und ich lese sie gern, weil die Menschen mich faszinieren. Vielleicht ist man sich auch deshalb in der Schrift so sympathisch, weil man gemein hat, dass einen diese jugendlichen Fragebögen nicht mehr interessieren.
(Die Fragebögen sind nur ein Beispiel, das mir eben unter der Dusche einfiel. Vielleicht das Beste hierfür.)

Es sind Dinge unwichtig geworden.
Es haben sich Sichten verschoben.
Wir fahren ja heute auch anders.

Es ist beruhigend zu sehen
wie man älter wird

— Tomte – Theestube

Ein Gedanke zu „Treffen sich die Leute, die wir nicht mögen, immer noch auf den Terrassen

  1. es ist beunruhigend zu spüren, wie man steifer wird, mit dem älterwerden; sofern man das überhaupt merkt

    (man merkt – sich – ja so vieles heute auch anders)

    niels. wir haben uns (zu) lang nicht mehr gehört, ffffffinde ich. (mein ‘f’ klemmt, verdammt!!!)

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