“Sie haben sieben neue Nachrichten”

15:15 Uhr. Das Telefon klingelt. “Hallo?”
Nach einem Piepen verrät die mechanische, weibliche Stimme: “Hier ist ihre T-Net-Box.”
Dumpf erinnere ich mich an die Worte des T-Punkt-Mitarbeiters, der die Vorteile des Anrufbeantworters im Netz erläuterte. Natürlich bin ich darauf hereingefallen und versuche jetzt verzweifelt, das automatische Menü mit meinem Pulswahl-Telefon zu überreden, die aktuellen Nachrichten vorzulesen – erfolglos.

16:15 Uhr. Es klingelt wieder. Das Piepen auf der anderen Seite kommt mir bekannt vor, als die weibliche Stimme einsetzt. Mein Handy, das beim Drücken der Tasten tonwahlähnliche Geräusche abgibt, wird von der automatisierten Gegenseite ebensowenig beachtet wie meine laeienhaften Imitationsversuche durch pfeifen und zischen. Ich lege auf.

19.15 Uhr. Beim letzten Anruf für diesen Tag bekommt die Dame keine Gelegenheit, ihr Anliegen vorzutragen. Zwischenzeitlich habe ich die Hotline der Telekom erreicht – entgegen aller Befürchtungen wurde ich von keinem Auswahlmenü begrüßt – und die Löschung des Anrufbeantworters beantragt. Eine nicht ganz so freundliche Dame hat mir schließlich die höchstens 24 Stunden dauernde Löschung bestätigt und versprochen, dass die T-Net-Box heute bestimmt nicht mehr anruft.

20.15 Uhr. Christian ist am Telefon, der Mailserver funktioniere nicht. Ich gebe zu bedenken, ich sei in Kommunikationsfragen der falsche Gesprächspartner. Und pfeiffe in den Hörer.

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