Du kannst speichern, wenn du tot bist

Ich habe mich über den Tag gerettet, indem ich mich in PHP vergraben und eine problematische Stelle auf unserem Webserver ausgebessert habe. Ein bisschen neidisch wird man, weil ein Freund in der MOTD eine Nachricht hinterlässt: »Grüße aus Irland«.
Wenn Informatik-Professoren erzählen, sie hätten damals um jedes Bit kämpfen müssen, weil die Speicherkapazitäten minimal waren und bemängeln, dass heutige Studenten lieber einhundert Megabyte zu viel verbrauchen, als sich mit der Entwicklung speicheroptimierter Algorithmen zu beschäftigen, denke ich immer an unseren Server, dessen Hauptspeicher verglichen mit den damaligen riesig ist, aber verschwindend klein für eine eierlegende Wollmilchsau, wie wir sie betreiben.

Kaffee!Als ich vor einigen Monaten bei meiner Mutter zu Besuch war, bot sie mir einen Cappuccino an. Seit dem ersten Geschmack war ich neidisch auf ihre Kaffeemaschine und nahm mir vor, jeden Cent für einen dieser Kaffeeautomaten des bekannten italienischen Herstellers zu sparen. Tatsächlich stammte des Getränk aus einer Tüte Jacobs Cappuccino mit Nussgeschmack. Diese sind dermaßen rar, dass man sie in Marburg gar nicht bekommt. Bestenfalls die Vanille- oder die normale Variante, von Nüssen findet sich in den zentralen Läden dieser Stadt keine Spur.
Jetzt sitze ich mit einer der letzten Tassen, die sich aus dem importierten Vorrat brühen lässt, bei Kerzenschein und Pita.

3 Gedanken zu „Du kannst speichern, wenn du tot bist

  1. Naja, dass war mehr eine Entschuldigung, falls das von einer sehr wackeligen WLAN-Verbindung (FSC S7020 und Linksys WLAN passt anscheinend einfach nicht zusammen) angeschobene Mailserver-Update komplett in die Hose geht ;) Zum neidisch machen: Wir werden grade wegen Platzproblemen von einem einfachen Zimmer in eine Suite umgebucht ;)

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