Runterkommen

Mit dem Zug durch die Landschaft, draußen dreißig Grad und Sonne, drinnen die schwitzende Masse, die mit offenen Mündern schläft.
In einer Woche wird die Stadt leer sein, wie die Stadt vor Jahren leer war, an die du dich kaum erinnern kannst. Vielleicht der Grund, warum du nicht in Verzweiflung versinkst.

Während die Ähren im wohlwollenden Licht wiegen, erinnerst du dich an eine Zeit, in der es dir schlechter ging, als die alte Band sang.

Soll sie doch sagen, dass die Köhlbrandbrücke wenig romantisch ist. Du wirst es ihr schon beweisen, denkst du und siehst euch in einem alten Bus nachts Richtung Stadt.
Vielleicht auf dem Weg vom alten zu Hause zu ihrem neuen. Im Radio die alte Band, die schon sang, als es dir schlechter ging, während sie ausschließlich Dinge sagt, die dir gefallen.

Du wirst es ihr schon beweisen, denkst du
und zeigst mit der Hand auf den Hafen.

Ein Gedanke zu „Runterkommen

  1. “Ich seh raus in die Dämmerung,
    seh die Zeichen der Veränderung,
    es gibt keine Helden mehr –
    was bleibt ist die Erinnerung.”
    (Mellow Mark – Metropolis)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.