RE 25002

Für das wunderschöne Mädchen und mich war es an diesem Wochenende die einzige Möglichkeit uns zu sehen. Weil es gestern bereits relativ spät war, entschied ich mich gegen den InterCity, der eine Stunde später gefahren wäre und stieg in einen «Regionalexpress mit Halt auf allen Unterwegsbahnhöfen» (jedenfalls zwischen der kleinen Stadt und dem dreißig Kilometer südlicheren Verkehrsknotenpunkt).

Heute morgen fiel die Wahl auch wieder auf diesen Zug (um eine halbe Stunde im warmen Bett zu gewinnen), der auf der letzten Teilstrecke an jedem Futtertrog anhalten wird und der sich deshalb bei Pendlern aus eben jenen Dörfern einer großen Beliebtheit erfreut.

Um es kurz zu machen: Gestern nachmittag war der Zug überfüllt von alkoholtrinkenden Fußballfans, die lärmten und stupide Sätze sagten, die ich nicht hören will. Könnt ihr euch kein Hobby suchen, das man nüchtern ertragen kann? Heute morgen haben wir bereits eine Viertelstunde Verspätung und beiden Zügen gemein ist die Tatsache, dass es unmöglich ist, selbst bei längeren Bahnhofsaufenthalten die Türen – einmal geöffnet – zwischendurch wieder zu schließen: Sie bleiben offen bis zur Abfahrt. Die Wirkung kann sich bei einem durchschnittlichen Türabstand von zehn Metern und -4°C jeder selbst ausmalen.

Ich jedenfalls habe in diesen Zügen lange keinen Schaffner gesehen.

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