Phänomenal egal

An jeden, der sich mit Computern gut auskennt oder mindestens diesen Ruf genießt, wird einmal eine Person aus dem Bekanntenkreis mit seinen Computerproblemen herangetreten sein und um Rat gefragt haben.
Dass hier der Dumme ist, wer nicht rechtzeitig nein sagt, wird einem zu spät bewusst; so verbringt man die Abende beim Bekannten mit mieser Laune und lustlosen Erklärungen. Da vor einiger Zeit die Eltern eines Buben in mir den idealen Problemlöser sahen, kann ich aus erster Hand schildern.
Damals verbrachte ich ein paar Stunden im Kinderzimmer eines Pubertierenden, der vom Konfirmationsgeld den Überflieger aus der benachbarten Großhandelskette erstanden hatte. Nach dem Einsatz vor Ort beschränkte sich der folgende Kontakt unerwarteterweise bis heute auf ein paar wenige eMails.
Für Personen wie mich, die in Kunden den personifizierten Satan sehen, stellen Konfirmationsjungen den Truppenübungsplatz für Kundennäherung dar. Sie wird man spätestens dann los, wenn sie mit Freunden in der Schule Spiele tauschen und spätestens dann als uncool gelten, sobald sie Hilfe beim Übertakten der Grafikkarte brauchen.
Und das geht schnell.
Und sie werden immer jünger.

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