Niels and the Trees

PforteDen Weg, den ich einschlage, hat noch niemand ausgetreten an diesem Morgen. Der Schnee der vergangenen Nacht liegt unberührt, ich bin der erste, der diesen Weg wählt. Vielleicht, weil er auch bei gutem Wetter selten genutzt wird, führt er doch parallel einer geteerten Straße hinein in den Wald.

Ich schreibe wenig später in mein Telefon, dass der Traum des Mehrgenerationenhofs unten am See keinesfalls einer bleiben dürfe. Ich nehme mir vor, leben zu lernen; ich fühle mich inkompetent wie selten, frage, warum ich nicht öfter staunend im Wald stehe. Der Wind wirft mir leichten Schnee von den Zweigen ins Gesicht wie ein Hund, der Dich neckt, weil er spielen möchte.

Laterne

Es ist dieser Weg, der mir die kleine Stadt lebenswert macht, im Sommer wie jetzt. Es ist der letzte Winter zwischen den Ästen, zwischen den Stämmen, die mir zuschauten in den vergangenen Jahren, die mehr mit mir teilen als viele dort unten zwischen den Häusern, als viele dort in den schönen Gassen der Stadt.

Ich nehme mir vor, leben zu lernen.
Ich sage den Bäumen leise «Good-bye» und «Herzlichen Dank».

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