Momente des Glücks

Tee dieser Sorte, gesüßt mit einem Löffel meines neuen Honigs, dampft aus der Weihnachtstasse in meine Nase. Als Abschluss des Ausflugs in die Höhle des Löwen, die sich zu diesem Datum über die gesamte Innenstadt erstreckt.

Wie dumm von mir, in einer Bücherei nach Geschenken zu suchen. Das Ergebnis stand von vornherein fest und harrte der Verifikation. Da ich nicht alles, was mir in den Sinn kam, auch tatsächlich kaufte, blieb die Geschenkequote mit fünfundzwanzig Prozent im vertretbaren Bereich.

An den Gängen stapeln sich Bücher, die man sowieso immer lesen (oder zumindest besitzen) wollte, sie drängen sich quasi zurück ins sprichwörtliche Sichtfeld, aus dem man sie verlor. Aus den Augen, aus den Sinn. Trotz Ausflug in die Bücherwelt lässt sich auch die Amazon-Wunschliste nicht nennenswert zusammenkürzen.
Denn gerade Buchläden bieten, was Amazon nicht schafft: Sie bringen neue, unbekannte Bücher in den persönlichen Wahrnehmungsbereich. Da lag Erich Frieds Mein Heldenzeitalter und sollte mir die unbekannten Seiten des Dichters nahebringen. Ich weiß nicht einmal seine bekannten, hielt diesen Ansatz für einen wundervollen.

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