Man kann nicht rausgehen, wenn der eig’ne Film im Augenkino läuft

Morgen gehst du für lange Zeit fort
für ein Jahr und Du gibst mir Dein Wort
dass Du mich nicht für immer verlässt
leg Dich lieber nicht fest

Es ist seit dreißig Minuten dunkel, draußen liegt seit dreißig Stunden nasser Schnee. Und der Wind… Das Fahrrad stand über Nacht in der Garage, heute nehme ich es endlich wieder zu mir und verbringe mit ihm in dreißig Minuten eine Stunde im Wald. Und der Wind…

Bücher auf der Galerie

Eine Kollegin ist heute zum letzten Mal hier für circa ein Jahr. Wir haben versprochen, uns zwischendurch zu besuchen. Sie hinterlässt eine Lücke im Büro ein paar Türen weiter und stopft uns zum Trost noch den Magen.

Es regnet seit Tagen, morgen ist schon Dezember.
Manche sagen endlich, ich sage na gut

»Kennst Du das Lied von jenem Weisen, der am Wasser saß, nach Jahr und Tag die Namen seiner Feinde fast vergaß und sie am Ende tot im Strom vorüber treiben sah? Nein, wir beide sind nicht weise, unsere Feinde (sprich jetzt leise!) leben und sie sind ganz nah.«

auf der Galerie Bücher

Denn ich weiß, dass der Tag kommen muss
wo ein flüchtiger Brief oder Gruß
mir verrät, wie fremd du mir schon bist
und du mich bald vergisst

Ich möchte aufwachen vom Geräusch unserer Tür wenn sie ins Schloss fällt morgen früh, wenn Du kommst. Ich verbringe heute, wie ich die Tage verbringe, an denen Du tanzt: Ich sitze für mich, arbeite mit meinen Händen etwas zu schaffen – zum Ausgleich – das man sieht.

Es ist keine schlechte Idee, Werkzeuge zu sammeln, die einen in den eigenen Fähigkeiten unterstützen. Es ist keine schlechte Idee, vorzusorgen. Eliteuniversitätsabsolventen nennen das Netzwerken, ich nenne das Freundschaft.

Man wundert sich, nicht radikaler zu sein. G., ich weiß, Du nennst das alterssenil.

t: Peryton, Hannes Wader 

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