Liederbach

Frankfurt im April

Das wird für mehr als zwei Wochen das Letzte sein, was ich von der großen Stadt sehe: Hinter einem Fensterbogen im ersten Stock des alten Bahnhofs, direkt unter dem Scheitelpunkt des Daches der südlichen Halle, in der die Fernverkehrszüge abfahren, schaue ich auf die mäandernden Menschen. Neben mir dampft eine Tasse Kaffee während ich überlege, den Zug um kurz vor neun zu nehmen oder zwei Stunden zu warten, den Ausblick genießen.

«Wozu willst Du nach Bayern?« fragte sie gestern, als wir im Liederbachtal standen und die Sonne am Himmel. Es fällt schwer, darauf etwas zu entgegnen.

Ich wohne die nächsten Tage in einem Appartement mit Blick auf die See. Vielleicht kann man das Festland noch sehen, wahrscheinlich nicht. Ich kenne erste Fotos mit Robben am Strand und leider auch die Prognose bezüglich des Wetters. Im Regen werde ich die Augen schließen und mich zurückträumen zu dem wunderschönen Mädchen, zurück in das Tal.

Ein Gedanke zu „Liederbach

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