Liebe blaue graue Nacht

Ich habe heute ein Buch verschenkt. Ich verschenke in der Regel ausschließlich Bücher, von denen ich selbst begeistert bin oder war, und wie so häufig konnte ich mich bei diesem nicht an den Grund der Begeisterung erinnern – das kann ich auffallend selten, es ist auch keineswegs auf Literatur beschränkt; ich habe Bandnamen im Kopf, denen das Attribut «hörenswert» anhaftet, eine Assoziation mit Liedern fehlt jedoch vollständig.

Mit dem Buch wünschte ich eine ähnliche Freude, die ich damals hatte. Mir schien diese Formulierung die beste, war es doch in guter Erinnerung geblieben. Als ich vor zwei Stunden mein Exemplar aufschlug um die Geschichten wachzurufen, erschien der ausgesprochene Wunsch überaus unpassend. Das Buch macht seinem Namen alle Ehre, allein die ersten beiden Geschichten vernichten den Abend. Natürlich geht es um Liebe.

Damals hat alles gepasst. Ich glaube, damals war ich noch traurig.
Und eine wunderbare Stelle fehlt in den neuen Auflagen des Buches, die einzige, die einlädt zum Schmunzeln.

Kurzes Zwischenspiel…
…über das Thema Sparen: Ein Wort, zwei Sliben, sechs Buchstaben – welcher Klang! […]
Das ist «sparen». Es steht auch im Wörterbuch vor «Vermögen» und «Wohlstand».

(Wolfgang Borchert)

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