Kalt und kälter

Du sagst, es is vorbei mit uns, dei’ Liebe is net mehr so groß
I sag, das hab i kommen seh’n es tut ma leid, i wünsch dir was
Vor fünf Jahr wär i tausend Tode bei so einer Erklärung g’storb’n
Und heut bedeutet das net mehr als hätt i in der Lotterie verlor’n

Nach dem Wegfall des Drucks der letzten Wochen muss ich mich erst an die Fixpunktfreie Zeit nach dem Semester gewöhnen. Das gelingt nicht gut, Euphorie und Panik geben sich die Klinke in die Hand, spielen ein unfaires Spiel. Alles kommt gehäuft, an manchen Tagen fällt das Aufstehen eher schwer. Aber liegen bleiben ist sowieso selten besser…

Wenn i heut vor an Auftritt steh, und tausend Menschen sind im Saal
Dann schwitzen meine Händ net mehr, und meine Nerven sind aus Stahl
Ka Zittern und ka Beben mehr, ka Angst und ka Entschweben mehr
Und irgendwie komm i damit net klar, es is net mehr wie’s früher war

Immerhin hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass es so nicht weitergehen kann mit mir, da sind kritische Stimmen, herangetragen seit Jahren und endlich erhört, sie haben Recht in Allem und Unrecht mit der ausgemachten Ursache. Noch ein Schuh, den ich mir selbst anziehen muss, eine Suppe, die zum Auslöffeln nur mir bleibt.
Gestern einen tollen Tag erlebt, der gute Vorsätze bestätigt. Aber der Unterschied zwischen Vorsätzen und Tatsachen schaffen wird jährlich klar.

Und i wer’ kalt und immer kälter
I wer’ abgebrüht und älter
Aber das i will i net, und das muss i jetzt klär’n
I möcht lachen, tanzen, singen und rear’n
Angst und Schmerzen soll’n mi wieder würg’n
Und die Liebe möcht i bis in die Zehenspitzen spür’n

Das erwähnte Lied habe ich endlich auf Vinyl, importiert aus Österreich. Auch diese Passagen stammen von dort: vom ersten Lied der ersten Seite.

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