Jetzt wird es ernst: […] Der ADAC appelliert

Da ich Mitglied des “drittgrößte[n] Automobilclub[s] der Welt” bin, wird mir monatlich das Vergnügen zuteil, “das aktuelle Clubmagazin” lesen zu können. Das Wort Clubmagazin an sich klingt bereits wie der Titel des Sprachrohrs eines Automobilclubs, der seine Mitglieder überwiegend aus der Altersgruppe der Mittzwanziger rekrutiert und auf möglichst spektakuläre optische Fahrzeugveränderungen bedacht ist. Das jedenfalls ist der ADAC nicht.
Dennoch strotzt die Motorwelt vor Eigenwerbung und Selbstbeweihräucherung, dass es kaum auszuhalten ist. Wandert diese Papiersammlung regelmäßig in den Papierkorb, habe ich doch heute wieder einen kurzen Blick riskiert:

“500 ADAC-Mitglieder bei der exklusiven Vorpremiere des neuen Queen-Musicals” (Seite 47)
“Dann nutzen Sie das Top-Angebot für ADAC-Mitglieder” (Seite 46)
“‘Als der Anruf vom ADAC kam, haben wir uns wahnsinnig gefreut'” (Seite 42)
“ADAC-Präsident Peter Meyer hatte viel Spaß beim Formel1-Rennsimulator, eine der Messe-Attraktionen des Clubs” (Seite 74)

Weiterhin werden offenbar nur solche Redakteure eingestellt, die sich per Arbeitsvertrag verpflichten, die Abkürzung des Clubs mindestens zweimal je Seite zu verwenden. Kann man diese Zeitung nicht abbestellen?

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