Jetzt geht wieder alles von vorne los

Wir standen und redeten, als ich sagte, dass doch Accenture gar nicht schlecht klinge. Er schaute mich entsetzt an, kramte wortlos die aktuelle Zeit hervor und drückte mir den Innenteil in die Hand mit den Worten, das solle ich doch bitte einmal lesen: »McKinsey und ich«

Also liege ich hier, mit einem Kaffee auf dem Nachttisch, dem Laptop auf dem Bauch und der Zeitung in der Hand und würde viel dafür geben, dass ich diesen Segeltörn auf der Ägäis hätte machen können. Dass mein Gegenüber etwas anderes bezwecken wollte, weiß ich aus seinen die Übergabe der Zeitung begleitenden Worten.
Ich bin gerade in einer Phase, in der ich meine Art zu arbeiten, vielmehr mich für die vergangenen und vertanen Jahre hasse. Das ist dieser “Hättest du doch mal früher”-Gedanke, der mich seit Ewigkeiten begleitet, und dem ich jetzt endlich, wenige Monate vor meinem Diplom ein Schnippchen schlagen möchte.
Und da sind ein paar Dinge, die deshalb gar nicht so einfach sind.
Jetzt geht wieder alles von vorne los.

6 Gedanken zu „Jetzt geht wieder alles von vorne los

  1. Also, ich würde ungern bei McKinsey arbeiten und fand den Artikel schockierend, vor allem, weil sehr viele Klischees der Berater aufgedeckt wurden. Andererseits ist das was anderes als andere Beratungsfirmen. Und die Leute sind übrigens alle sehr nett, so im Gespräch. Nur ehrlich: Du hast dann nur noch deinen Job und dein Geld und darfst mit Scheuklappen durchs Leben gehen, weil deine Arbeit dich sonst, sorry, als kultivierter Mensch ankotzt. Wenn das dein Ziel ist…

    Aber ich sollte ruhig sein, immerhin habe ich Anfang nächsten Monats ein Gespräch über eine Festanstellung bei meinem jetzigen Arbeitgeber…

  2. Und das “hätte ich mal früher” kenne ich zu gut aus meiner Anfangszeit in karlsruhe. Da habe ich mich so über mein Grundstudium und die verschwendete Zeit geärgert.

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