In unmittelbarer Ferne

995er Tief über Island
Und ich häng zu Hause
Fotos an die Wand

Wenn es mir gut geht, schreibe ich über Sonne, geht es mir schlecht, schreibe ich über Regen. Mich zieht es zum Wasser, ich liebe den Hafen, ich liebe die Bahnhöfe und ich liebe die Züge.

Draußen scheint die Sonne, drinnen singt eine Norwegerin ruhige Lieder, davor sitzt jemand und arbeitet. Es ist Freitag, ein Wochenende steht vor der Tür, auf das sich jemand sehr freut. Die Welt getaucht in harmonisches Licht, irgendwo draußen fährt irgendwo irgendjemand herum, dem diese Lieder gelten, dem diese Musik gilt, dem die Bilder im Kopf von jemandem gehören, der jemandem Post-Its an die Wände geklebt hat, die heute noch hängen, die in einhundert Jahren noch hängen.
In geschichtsschwangeren Häusern, in denen sie sich umarmten.

725 Stufen steig ich täglich
Beim Versuch zu vergessen
Scheitere ich kläglich

Sportfreunde Stiller – 995tief über Island

Ein Gedanke zu „In unmittelbarer Ferne

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