In Köln und in meinem Zimmer

Samstag, Köln, Einkaufen.

Ein grausames Triplett. Ich kenne das Gefühl, Läden verlassen zu müssen. Oftmals ist es die Musik, die mich wieder hinaustreibt, manchmal sind es die Menschen, und immer fühle ich mich unwohl.
Meide ich Filialen der üblichen Verdächtigen schon jetzt, prallte am Wochenende die gemäßigte Kleinstadtwelt auf das Konsumuniversum der Großstadt, auf die Verquickung von Diskothek und Kleidungsgeschäft für die Besucher eben jener.
Ein Zugeständnis an die Supermarktphilosophie ist – neben horrender Qualität – auch das Fehlen der Verkäufer und damit der Ansprech- und Rückfragenmöglichkeiten, die allein schon deswegen notwendig sind, weil eine irgendwie geartete Ordnung in den Geschäften nicht erkennbar ist.
Wir gingen dann ohne die Dinge, die wir wollten, dafür mit dem Wissen, dass die Jugend von heute eine sehr seltsame zu sein scheint.
Was für die Jungen der H&M, ist für die Alten der Media Markt, in dem ein bulliger Sicherheitsbeamter die Kunden in Gute und Schlechte sortiert, über Funkgerät Beobachtungshinweise gibt und niemand sich daran stört.

Ein paar Straßen weiter waren die Läden ruhiger, geordneter und kleiner, die Verkäufer netter und vorhanden und die Kleider siebenhundert Euro teurer.So schien die filetierte Rohkost samt Dips im französischen Café ein vergleichsweise preiswertes Essen.

Ein Gedanke zu „In Köln und in meinem Zimmer

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