Ich werde noch ein paar Stunden brauchen

Sie haben den Wartebereich umgebaut. Wieder saß ich zwischen Anzügen, diesmal ausnahmsweise nicht beruflich. Schon jetzt beginnt sich die Sicht auf die Dinge zu ändern, wenngleich ich erst gestern den Computer in einer Kiste verstaute: Ich lasse eMails ungelesen auf dem BlackBerry und habe Twitter deaktiviert.

Ich kaufte seit Jahren die erste Fahrkarte am Schalter und weiß erst seit zehn Minuten, wann der Zug von hier fährt; in der Stadt, in die ich reise, kenne ich mich nicht aus. Weil Eco mich nervt, habe ich die Reisebibliothek durch mehrere Reclam-Bände ergänzt und wegen eines Versehens trage ich in den nächsten Tagen zwanzig Paketaufkleber mit mir umher.

Die Reise beginnt im Speisewagen eines alten Intercity-Zuges Richtung Tübingen. Einer, den ich gestern traf, erzählte von ihr als einer der schönsten Städte des Landes. Und sagte «du weißt, dass du die falschen Antworten bekommst, wenn du die Falschen befragst».

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