Ich trage regenbogenfarb’ne Beine durch die Stadt

Es war Nachmittag und die Wolken hingen schwer über den Bahnhof, den ich zu dieser Zeit regelmäßig frequentierte – oder war es am Abend?

Foto.JPGIch wunderte mich, dieses Mädchen zu sehen, das sich schließlich neben mich setzte. Sie suchte und fand später woanders eine Gelegenheit für die nächsten Stunden oder die Nacht, nachdem sie in gebrochenem Deutsch ihre Geschichte erzählte, die ich nicht verstand. Wir, das heißt sie, war der Star von Gleis Nummer 4, ich war ein Statist.

Diesen Moment erinnerte ich heute an einem Bahnsteig der Bahn, in dem Augenblick des Aufschauens; es blickten die Augen eines Mädchens zurück, einen Döner in der Hand und eine Zwiebel am Mund. Nur war sie kein Star und ich kein Statist, wir unterhielten uns ohne den Kopf, ohne den Mund zu bewegen. Ich nickte hinter geschlossenen Lidern, in einem jener Momente, in denen man weiß, was der andere denkt.

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