Ich möchte Dinge gestalten, von denen andre und ich denken: Wow!

Als mich der Professor, bei dem ich vier Jahre lang promovierte, im Mai 2007 eingestellt hat, begrüßte er mich – sinngemäß – mit folgenden Worten: Ihm sei egal, ob er mich von nun an täglich sieht. Die Hauptsache ist, die Arbeit werde gemacht und ich sei anwesend bei wichtigen Treffen. Das war Vertrauen und Freiheit; das war angenehmst möglich und das tat gut.

Die schwere Sonate

Die Zweifler gab es schon immer. Es gibt sie damals wie heute, die sagen “arbeiten kann man nur im Büro” und die schief schauen, wenn man mittags entscheidet, im Café geht es an diesem Tag besser (oder gar nicht erst kommt). Einer sagte mir gestern: “Arbeit tut weh”, ein anderer: “Einen Tod stirbt man immer.”

Fragt man mich heute nach einem idealen Arbeitsumfeld, würde ich sagen: Bei einem Cappuccino in einem Café mit dem Laptop der eigenen Wahl. Das klingt nach Freiberufler oder Promotion an der Uni. Tatsächlich: Der Bruch könnte größer nicht sein zwischen den Bedingungen der damaligen Stelle und jenen zur Zeit (wie man so sagt: bei einer der großen Vier): Ich habe bei einem Kunden unterschrieben, dass ich mich an Diskussionen in Internetforen nicht beteiligen und andere Benutzer mit Beiträgen “nicht belästigen” werde. Im Gegenzug gab es den Zugang zum Netz, in dem man nichts darf.

Fortschrittsfeindlicher kann man ein Unternehmen nicht führen.

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