Ich liege Viernull vorne, das ist ein sicheres Ding!

In diesem Café war ich am Dienstag zum ersten Mal. Es liegt auf dem Weg ins Büro, wenn man eine geschickte Route wählt, und es liegt in der Nähe unserer Wohnung. WLAN haben sie nicht (und es scheint, als macht genau das dieses Café angenehm ruhig), dafür eine Tageskarte mit veganen Gerichten, selbst gemachte Limonade und Sojamilch in den Kaffees. Vormittags scheint die Sonne durch die bodentiefen Fenster – als ich ankam, waren alle Plätze außen besetzt. Es ist Freitags eine gute Alternative zu der Wiese am See, die zehn Kilometer nördlich den halben Weg ins Büro markiert.

Café Josephina

Leute, dir mir in sozialen Netzwerken folgen, kennen einige der Fotos, die aussehen, als hätte ich Urlaub. Doch die Kunst ist, die Details nicht zu übersehen oder sie gar zu ignorieren, denn man hat vielleicht einen Termin schon vor Neun! Man muss vor kleinen Cafés und Konditoreien anhalten, das Fahrrad anschließen und sich einige Minuten Zeit nehmen für einen Cappuccino und ein Croissant; man darf sich nicht hetzen lassen, denn Zeit ist kein Geld.

Wiese am See

Ich habe das Glück, dass es egal ist, ob ich meine Texte und Anträge in einem Industriegebiet im Münchener Norden schreibe (von dem hier naturgemäß keine Fotos zu finden sind) oder an einem anderen der zahlreichen Orte der Stadt: In der Universität, in dem Café von 1960 oder eben in diesem kleinen Einraumcafé, das als Nachtisch einen übrigens ganz ausgezeichneten Apfel-Marzipan-Kuchen serviert.

Fenster zur Torte (Symbolfoto)

Eine Parallelstraße weiter liegt eine Konditorei, die weithin bekannt ist für ihre hervorragenden Torten. Es wäre grob fahrlässig, nachher nicht diesen Bogen zu fahren, bevor ich in den Süden der Stadt aufbreche zu einem gemeinsamen Abendessen mit Freunden. Denn mein Großvater wusste bereits: Wer viel arbeitet, der muss auch viel essen.

Arbeitsweg

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