Hören Sie mal! Die Musik ist so vielfältig wie nie.

Ich mag keine Hörbücher aus dem gleichen Grund, aus dem ich keine Podcasts mag. Nicht nur, dass mir die Möglichkeit fehlt, solche unterwegs anzuhören (und in der Kleinstadt, in der ich wohne, dauern Busfahrten selten lang genug), auch lese ich Bücher und Blogs lieber selbst.
Da mir bei einem eigenen Eintrag die Betonung für bestenfalls einen einzelnen Satz gefiele, hake ich Podcasting als Trend ab und schüttele den Kopf über den ein oder anderen, in den ich zu Anfang hörte. Mit der Bitte, der Blogger möge bei der Schriftlichkeit bleiben, entsetze ich mich über Menschen, die sich einen Hesse auf CD anhören und verstehen wollen.
Ich weiß vom Vater eines Freundes, der seine weit über eintausend Objekte umfassende Tonträgersammlung erst digitalisierte und dann verkaufte. Das ist wie das Einscannen oder Eintauschen der Bücher gegen Audioliteratur: unmöglich.
Ein Anderer, den ich letztens besuchte, traf ich beim Lernen, im Hintergrund die Geschichten aus Tausendundeiner Nacht. Auf meine entgeistert wirkende Frage, wie man bitte lernen und zuhören kann, erklärte er, dies sei die zweite Wiederholung, er höre alles fünfmal. Tauschen mag ich weder mit seinen “Lese”-Gewohnheiten noch seinem akademischen Erfolg.

In der Informatik sitze ich gewöhnlich zwischen Zweien: Einem wahnhaften Büchersammler und Einem, der Literatur der Belletristik als Textdatei auf seinem Laptop liest.

Ein Gedanke zu „Hören Sie mal! Die Musik ist so vielfältig wie nie.

  1. niels. alterchen. wie ist dir. bist du tatsächlich so deprimiert, wie du dich liest? du scheinst ein akuter seelennotfall zu sein. obwohl du doch gelernt haben solltest, inzwischen, dass die welt um dich herum (voll) scheisse (besonders vor deiner türe), die menschen um dich statt köpfen auch leere blumentöpfe tragen könnten und das einzige bunte deiner umgebung die farbigen bänder der immer noch nicht beerdigten burschenschaftler marburgs sind

    ich fühle mich gemüssigt, meinen fiebergeschüttelten kadaver zur sonderschicht und -pein am rechner zu zwingen, um – dir zur erbaulichen freude – ein nettes bild in meinen weblog zu stellen. ich hab nämlich vor zwei tagen eines aus alten stapeln hervorgekramt. natürlich eines von dir, vor einem jahr. da sahst du allerdings noch recht frisch aus …

    in freundschaftlicher sorge um dich:
    peryton

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