How to survive a shitstorm

Auf dem Weg, den ich morgens hin und abends zurück nutze, liegt auf den letzten Metern vor meinem Büro seit zwei Tagen die zusammengekauerte Leiche einer Wühlmaus.

Helgoland Trash Bin Draußen jagen die dunklen Wolken einander; doch morgens streckt sich der Wald mir intensiv grün ins Gesicht als würde er sagen, er hat mich vermisst. Kinderschreie brechen durch das Unterholz – des ersten Ausfluges in den Wald wegens. Sie beäugen mich kritisch, weil sie Platz machen müssen, gefordert von ihrer Aufsichtsperson.

Es ist seltsam, in so kurzer Zeit wieder zu fühlen wie Monate zuvor. Als sei man nicht geflüchtet für die wenigen Wochen an einen anderen Ort. Als wäre das Flüchten umsonst, als fände die Flucht niemals statt. Ich kann mich nicht einmal an den Geruch erinnern, jenen speziellen Geruch dieser Küste.

Als sei ich immer hier gewesen.

Der Titel entstammt dem gleichnamigen Vortrag von Sascha Lobo auf der re:publica 2010.

Ein Gedanke zu „How to survive a shitstorm

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