Halte dich von diesen Kindern fern!

Im Herzen der Stadt und doch am Rande des Universums, wie es scheint, beginne ich zu kochen an einem Samstag morgen um vier, an dem ich anderes tun sollte. Nach einem Abend, den ich naturgemäß hätte anders verbringen sollen, einem Freitag-Abend, der eines jener Wochenenden einläutet, die man ausschließlich an den Öffnungszeiten erkennt.
Die angebratene Tomatensauce – das letzte Experiment, denn in Zeiten wie diesen ist das Experimentiern von Nöten; man kann doppelt nicht, wie man gern wollte – knarrt in der Pfanne neben den Nudeln, deren Wasser lustlos mit den Fettaugen spielt. Ich zerdrücke das gespiegelte Gesicht mit den Fingern, bis mich der Schmerz in die Gegenwart zurückholt.

Einem Zombie gleich wandle ich durch die Stunden, durchdrungen von netten Momenten (auch und unerwarteterweise gestern), der Moment hält am Leben. Morgen einer, übermorgen der nächste. Dazwischen: Hangeln. Und nicht hinfallen. Die Glieder müde und schlaff, zum Aufstehen fehlt die Kraft. Taumeln ist okay. Dauerzustand. Testbild.

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