Gorillas im Küstennebel

Der heutige Tag verlief irgendwo zwischen Arbeit, noch mehr Arbeit, Kernelkompilieren via SSH, PHP + MySQL und dem Wahnsinnigwerden über verschiedene Unfähigkeiten. Das ist nicht mein Tag, zu viel nebeneinander klappt einfach nicht.

Gestern war in vielerlei Hinsicht angenehmer. Abends hielt Jane Goodall einen Vortrag über ihre Arbeit mit Schimpansen. Neben der ermordeten und durch den Film “Gorillas im Nebel” bekanntgewordenen Dian Fossey und der weniger bekannten Biruté Galdikas ist sie eine Koriphäe auf ihrem Gebiet. Der Vortrag war sehr interessant und spannend, auf jeden Fall aber zu kurz. Man merkt, dass sie nach eigenen Worten 300 Tage im Jahr unterwegs ist und sich nie länger als 3 Wochen am gleichen Ort aufhält. Beachtenswert ist auch die Anzahl ihrer Glücksbringer. Während der “normale” Mitteleuropäer bestenfalls Talismane in Geldstückgröße mit sich führt, befinden sich in den gehäkelten Taschen der englischen Wissenschaftlerin der Plüsch-Affe Mister H. eines blinden Zauberers, ein Herbstblatt eines Baumes aus Nagasaki, der den Atombombenangriff wundersamerweise überlebte, und ein Teil des Geweihs einer taiwanesischen Antilope.

In der Dusche wurden mir heute meine Assoziationen mit bestimmten Nachnamen bewusst. Plötzlich stand der Name Petermann im Raum und ich dachte an die Unbehaglichkeit, die sich immer beim Hören dieses Namens einstellte. Das kam freilich nicht allzu häufig vor, ich glaube alles begann mit einer TKKG Hörspielkassette vor vielen Jahren. Das unangenehme Gefühl ist dem Alter gewichen, den Namen hatte ich längst vergessen gegeben, bis er heute an die Duschtür klopfte.
Es gibt ein ausländisches Pendant zu ihm: Fitzgerald. Sofort springen mit Spukgeschichten ins Gehirn, wohl weil eine besonders gruselige von einer Frau Fitzgerald geschrieben wurde. Ich kann mich an ihren Titel oder den des Buches nicht erinnern, doch der Nachname hat sich eingeprägt und ich brauchte wirklich lange, bis ich mich von dem Gefühl gelöst hatte, jede Fitzgerald sei eine böse.

Es häufen sich Massen von Aufgaben an, ich verliere den Überblick und beginne jetzt gleich mit dem Anfertigen solcher Listen, zu denen Knut mir geraten hat. Sie zeigen den Fortschritt und sind gleich einer Landkarte im Gewühl der Pflichten. Irgendein Programm soll sich dafür hervorragend eigenen.
Gleich nach dem Saugen. Gleich nach dem Essen.

3 Gedanken zu „Gorillas im Küstennebel

  1. Nein… Das mir empfohlene Programm nennt sich OmniOutliner und ist bei Mac OS X dabei. Aber wahrscheinlich verwende ich knapp 5% des Funktionsumfangs für den Aufbau einer gewöhnlichen To-Do-Liste.
    Im Bereich Mindmapping habe ich mich nicht informiert, das müsste mir wohl erst einmal jemand erklären. ;)

  2. Ich habe für MacOS X auch ein sehr nettes MindMapping-Tools. MyMind ist Donationware und recht gut bedienbar. Ich selbst nutze es halt etwas weniger, da es nur dann wirklich hilft, wenn einem die Arbeit über den Kopf zu wachsen droht. Dann kategorisiert man quasi grafisch. ToDo-Listen sind im Alltag imho besser, da schnell erstellt und funktionstüchtig. Man sieht eben den Fortschritt genauso. cheers.

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