g-Stern

Ich habe gestern nacht die Uhren von den Wänden gerissen.
Nicht nur damit die Zeit nicht vergeht.

Wir haben den Mond gesehen – rot, fett und rund – wie er an den Türmen der Kirche vorbeizog. Im Wald leuchtete das Neon-Herz und wir froren.

Es passiert in den letzten Tagen nicht viel. Oder zu viel.
Das Schlimmste ist etwas ändern zu wollen – sofort – und sich gedulden zu müssen.
Wer sagt, ich sei gut im Warten?

Ich habe die Uhren von den Wänden gefetzt, als ich das Ticken nicht mehr ertrug.

5 Gedanken zu „g-Stern

  1. du schreibst gut, wenn es dir schlecht geht; seit neustem, allerdings, schreibst du gut, wenn es dir gut geht. ich bin unschlüssig, was mir besser gefällt

    (nein: der mond war gelb, war hinter wolken – fette wolken und grau, bevor der regen einsetzte und die nacht austrommelte, ausspülte wie die ruhr alle romantik. so war es)

  2. Hi Niels!

    Etwas verspätet möchte ich an dieser Stelle noch meine tiefste Zustimmung zu dem verzweifelten Gefühl kundtun, (aus Lethargie erwacht) einen Zustand gleich und sofort ändern zu wollen, aber dennoch gefangen zu sein. Die Sonne lässt die Resignation leichter ertragen – mich zumindest.

    M.

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