Für dich, Frankreich.

Manchmal wünsche ich mir den Winter herbei, an Tagen wie diesen, an denen man hinter geschlossenen Scheiben in der Sonne liegt, bewegungsunfähig schwitzend, erfüllt von einer Traurigkeit, die man sonst nur vom Hörensagen kennt.
Selbst kann man sich bestenfalls in den wenigen Momenten leiden, wenn einzelne Sätze durch den Kopf schwirren und kurzzeitig ein harmonisches Ganzes ergeben. Kaum aufgesprungen, den bereitliegenden Stift in der Hand, ist man bereits unfähig, sie auf Papier zu bringen; man sackt müde zurück, hoffend auf die zweite, nie eintretende, Chance. Dabei:
Ãœberall, wo man hinblickt, sieht man 2. Nehmen wir meinen lieben Freund Bo.
Oder die Mücke, die jäh abstürzt, weil sie der Halogen-Birne zu nah kam. Und sich doch wieder aufrappelt. Für den nächsten Angriff.

Wie kann man nur so traurig sein?
Wüsste ichs, würde ich es mir erklären.

Wenn mich wer fragt, wie es geht, sage ich gut. Wenn mich wer fragt “möchtest du gehen” sage ich nein.
Das war toll von dir. Mit dir. Gestern.

48 Gedanken zu „Für dich, Frankreich.

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