Fes, Marokko

Wir essen jeden Tag für den vielfachen Tageslohn eines Arbeiters, wie jenen in der Färberei mitten in der Altstadt, in der wir vorgestern standen, zu abend und ich habe die Telefonkonferenz eben nur deswegen nicht am Pool machen können, weil der WLAN Empfang zu schwach war und der warme Wind etwas zu stark.

Nachts quält die Klimaanlage durch das Umwälzen des penetranten Geruchs der Konferenztasche – was für ein Unterschied zu der Luft, die man abends genießt, unten am Schwimmbad, wenn man Zeit dafür findet.

Viele arabische Eigenheiten hatte ich wieder vergessen in den vier Monaten seit des letzten Besuchs. Nicht aber die alten Gesichter, die Fragen. Die Umarmungen und das zärtlich Interessierte in ihren Stimmen.

Und doch, das ist kein Urlaub, das hier ist Arbeit: Wie man auf Fragen während eines Telefonats «Wie ist denn das Wetter bei euch?» diplomatisch antwortet, lernt man nicht in der Uni!

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