Father, this is not art!

BroccoliDas war eine runde Sache, hätte es jedenfalls sein sollen. Seit dem späten Nachmittag kämpfte ich gegen den aufstrebenden Appetit, der sich beim Gedanken an das Abendessen einstellte. Ein Auflauf, reichhaltig gefüllt mit Broccoli, Champignons, Zwiebeln und ein wenig Knoblauch, garniert mit frischen Tomaten, alles mit ein wenig Käse überbacken.
Wie es bei guten Plänen immer ist, schlug auch dieser fehl. Bereits am Fehlen einer so unrühmlichen Zutat wie dem Maggi-Fix Beutel zu scheitern, das hatte ich nicht erwartet. Auch die Fallback-Lösung, oben genannte Zutaten in einer Gemüselasagne zu verarbeiten, scheiterte letztlich an der Masse des Gemüses – die Auflaufform hätte ausgesehen wie eine ägyptisches Grabmahl. Dafür ist die Pizza gleich fertig.

Die Schlachten geschlagen, die Weltverbesserer schauen Kriegsfilme, alles zurück auf Start. Ich bin der Welt nicht böse, nicht in dieser Beziehung. Ich bin kein Klassenkämpfer und ich habe satt, mich mit ihnen zu unterhalten. Nicht, dass ich ihre Versuche nicht akzeptiere, aber bitte, sie können es doch meinem Nachbarn erzählen. Vielleicht, vielleicht ist er offener.
Und gerade darum disputiere ich mit mir. Nicht, weil irgendwo in mir das Herz eines Rebellen schlägt. Profaner: Weil der Kapitalist das Handeln nicht versteht.
Ich war beim Scheitern der New Economy dabei. Und manche behaupten, ich hätte nichts gelernt.

Ich erzählte ihr, dass Kriege immer im Herbst erklärt wurden, wenn die Ernte eingeholt war. Sie sagte zu mir: “Wir alle fallen eines Tages hin. Wir alle. Du bist gefallen, und wir alle helfen einander auf.”

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