Elektrische Frauen, die letzte Geißel der Menschheit

Ich weiß nicht wie lange es her ist, dass wir zusammen vor einem Schachbrett saßen. Als Kind war ich Mitglied eines Schachclubs, jedenfalls so lange, bis man uns den Tausch von Computerspielen verbot. Mein größter Erfolg war ein Sieg gegen einen der Lehrer, aber zum ersten Brett auf einem Turnier hat es nie gereicht. Doch darum geht es auch nicht, worum es geht: Ich starrte als Kind eine Stunde auf ein Brett voller Figuren ohne unruhig zu werden.

Pfützenmetaphorik

Als wir damals vor dem Schachbrett saßen, gelang mir das nicht mehr. Das Spiel war schnell vorbei; wer gewannt, weiß ich nicht mehr. Doch ich weiß noch die Qual zwischen den Zügen, die Minuten, in denen nichts weiter geschah als zu überlegen, welche Optionen man selbst und welche der Andere hat. Denn: Was könnte man in der Zwischenzeit verpasst haben auf Twitter, auf Facebook, kam eine Mail?

Über das und über Entwöhnung habe ich drüben in der F.A.Z. einen Beitrag geschrieben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.