Ein fliehendes Pferd

Der letzte Tag des Jahres und gleichzeitig jener, an dem der Tagesrhythmus vollends durcheinander ist; weil man fiebrig schläft und hofft, den trotzdem eintreffenden Fragen »Und was machst du Silvester?« aus dem Weg gehen zu können.

Beim Einkaufen erwischt: »Schon was vor morgen?«
Möglichst elend aussehend antworten: »Klar.«
An Einladungen mangelt es nicht, doch wem soll man zu Neujahr ins Gesicht husten?
Daheim bleiben – auch blöd, das letzte verschlafene Silvester schon Jahre her. Damals ging’s einem bestimmt auch nicht besser.

Eine Freundin fährt ans Meer und klang am Telefon euphorisch.
Eine andere ist in Oslo.
Ein Kommilitone in Stockholm.
»Erwischt!« und möglichst elend aussehend: »Klar.«

3 Gedanken zu „Ein fliehendes Pferd

  1. wir sind gar nicht so weit auseinander, wir beide

    silvester ist doch scheissegal (aber leider zu laut). auf ndr-info (ja: radio!!) läuft ab 21:00 der dritte teil von ecos ‘der name der rose’ – morgen zur gleichen zeit der letzte … na?

    morgen hat sich nix geändert. deine traumfreundinnen sind noch immer unerreichbar

    ganz lieb:
    peryton

  2. Lieber,

    ich habe kein Radio, der Wegelagerer wegen.
    Aber das Buch. Und mich heute in Büchern zu verkriechen klingt erstrebenswerter dar als in betrunkener Umwelt zu versinken.
    Ich muss nicht dabei sein, wenn sie den Tieren die Angst in die Knochen böllern.
    Und Vorsätze kann ich auch nächstes Jahr noch haben.

    Dir alles Gute.

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