Dort bei den Stromschnellen

Ich mag die einsamen Stunden im Büro, wenn alle bereits gegangen sind.

Auf dem Weg nach links

Während ich auf die Reaktion der Maschinen warte, hänge ich den Gedanken nach, untermale sie mit Musik, die durch die offene Tür die Flure entlanghallt. Irgendwo ist noch Leben weiß ich, weit weg, unten in der Stadt. Wolken stürmen vorbei und suchen das Weite, doch ich muss nachher hinunter, gegen den Sturm in das Auge des Orkans.

Ich mag ihn nicht, jenen bierschwangeren Wind, der Leichen durch die Gassen treibt. Dieses Wochenende wird es viele davon geben und zum ersten Mal seit Jahren versagen meine Pläne zur Flucht. Also werde ich die Fenster vernageln und die Türen verschütten, werde die Musik laut drehen um das Pfeifen nicht zu hören.

Die Trümmer betrachte ich am Montag.

2 Gedanken zu „Dort bei den Stromschnellen

  1. Und ich werde mitten drin sein, denn ich werde sicher nicht einen der umsatzstärksten Tage im Jahr verpassen.

    Ja, auch mir graut es jetzt schon. Lehrjahre sind keine Herrenjahre.

  2. wenigstens bist du an diesen tagen im büro zu erreichen; und weil du so viel zu tun hast – stöhnst du – bist du wohl auch gesprächiger als sonst

    deine texte sind schöner geworden. auffallend. das verliebtsein tut dir gut …?

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