Dies ist der Augenblick

Fotografier’ mich,
denn ich seh’ grad glücklich aus!

— Rolf Zuckowski – Dies ist der Augenblick

In dieser fremden Stadt, in der du aus nicht ganz angenehmen Gründen gerade weilst, in der deine Mutter die Schulter antippt und lachend ermahnt »Schau nicht immer den Mädchen hinterher«, weil du zeitweise überfordert den Gesprächsversuch unbeantwortet lässt, in dieser Stadt also, in der die Stadtführung ein hässliches Museum vor den Dom setzte, welches ein kaltes Grausen auslöst und das Gotteshaus verdeckt, in dieser Stadt haben die Buchläden kaum Bücher deines Lieblingsautoren. Also warst du beim Herrenausstatter.

Foto aus dem Reisepass von 1996

Weiter draußen vor den Toren, wo es wenig mehr als riesige Krankenhäuser hat, sitzt du in einer Caféteria und trinkst einen Latte Macchiato. Am Nachbartisch erzählt jemand von früher und du merkst an der Lautstärke seiner Stimme, dass es damals sehr laut gewesen sein muss, unter Tage, denn die Nachbarn sind Kumpel und die Cafeteria in einem Krankenhaus der Bundesknappschaft.

Und irgendwie hast du das unbestimmte Gefühl, dass ein Teil von ihm hier zu Hause ist. Und das ein Teil von ihm hier glücklich ist, mindestens aber sentimental.

Ich tendiere dazu,
mich gut zu fühlen wenn ich alte Fotos sehe
Es ist beruhigend zu sehen wie man älter wird

— Tomte – Theestube

Ein Gedanke zu „Dies ist der Augenblick

  1. LOL

    Das Mädel auf dem Foto heißt ja wie du!!!

    Mal sehen, wenn ich mich traue, aeh, Zeit habe ;-) poste ich die tage mal bei mir das Bild aus meinem Führerschein X-P

    Wünsch dir ne erfolgreiche Woche!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.