Die Spinne in der Yucca-Palme

Hartnäckig halten sich manche »urban legends«, unter anderem die der Spinne in der Yucca-Palme. Eine weitere Spinnerei im wahrsten Wortsinne ist die Statistik, nach der man im Schlaf jährlich etliche Spinnen verschluckt, als arachnophobisch veranlagter Mensch braucht man also nicht wirklich Angst vor Spinnen in Alltagssituationen zu haben, möchte man meinen.

Wenn dann die Kaffeekanne aufdreht wird, um sie auszuspülen vom letzten mal und man sich diesmal vornimmt, beim Abmessen des Pulvers aufmerksamer zu sein und damit um den höllisch seltsamen Geschmack des Vortagskaffees zu kommen, wenn man also in die Kanne schaut, um die Reste in den Ausguss zu schütten, und man am Rand eine große tote Spinne halb im Kaffee schwimmen, halb am Rand kleben sieht und man sicher ist, dass die Spinne bereits vor dem Kaffee in der Kanne gewesen sein muss, weicht das vielleicht angebrachte Mitleid dem Ekel und die Erinnerung an den Geschmack der Befürchtung, dass der nicht unbedingt am Pulver gelegen haben muss.

Coffee anyone?

2 Gedanken zu „Die Spinne in der Yucca-Palme

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