Die Kleidung der traurigen Leute

Ich stehe im Schwimmbad, die rote Badehose über den Knien, zu der meine Mitbewohnerin später sagt, damit ginge ich wenigstens im Becken nicht verloren.

Ich ziehe meine Bahnen, irgendwann springt einer jener ins Becken, die dich immer überholen, die mit Leichtigkeit absolvieren, was du dir nur mit Mühe abringst. Ich stelle ein paar Minuten später fest, dass er mich immerhin im Brustschwimmen nicht abhängen kann. Und auch im Rückenschwimmen halte ich mich heute für gut.

Ich ziehe mich an und merke, was ich zu Hause alles vergaß.

Demontage

Im Lieblingscafé die üblichen beiden, die sagen, sie haben heute noch etwas vor. Und seien morgen wieder hier, wir verabreden uns zum erneuten Telefonat, etwas, das ich von dir zu adaptieren scheine.

Der Plattenladen liegt nicht gerade auf dem Heimweg. Dort treffe ich einen Freund, wir erzählen uns die vergangenen Monate, gehen manchen Weg zweimal zu weit und verabschieden uns in altem Optimismus, wir sähen uns bald.

Wir lernen es nie.

T: Der Titel einer Geschichte aus der gestrigen SZ

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