Die Angst des Tormanns beim Elfmeter

Ich habe eine Wohnung besichtigt in einem bekannten, von einem namhaften Architekten entworfenen Haus im Herzen der Stadt. Es kann nicht allein Einbildung sein, die planerischen Gedanken hinter jedem Detail zu erahnen. Man merkt, es hat sich jemand Mühe gemacht, das Haus – die Wohnungen – zu entwerfen; es gibt einen Grund, warum Dinge sind wie sie sind. Man merkt das, wenn man in der Küche steht, im Bad oder in einem der beiden anderen Räume. Gegenüber einem bunten Museum.

Zöge ich in diese Wohnung, ich wäre Zeit meines Lebens verloren für die meisten anderen, namenlosen Wohnungen in den belanglosen Häusern zuhauf um uns herum.

Man müsste ausmisten, sich trennen, Besitztum zurücklassen in den Räumen, in denen man heute lebt, bei Freunden, die sich darüber freuen, denn diese Wohnung hat allein einen einzigen Fehler: sie besitzt ein Zimmer zu wenig. Aber auch ein Freiherr zu Guttenberg zitiert offenbar eine Quelle zu wenig – Minister ist er noch immer.

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