Der Montag hat mir nicht gefallen

Doreen schenkt mir seit zwei Jahren Anfang Dezember Dinge, die das Gewesene präzise zusammenfassen. Letztes Jahr um diese Zeit hielt ich Herzscheiße von Funny van Dannen in den Händen. Passender hätte man es wirklich nicht ausdrücken können, genau jenes raubte mir doch damals nächteweise den Schlaf. Dieses Jahr also drückte sie mir mit einem Lächeln Verlieben, Lieben, Entlieben in die Hand, jenes Jetzt-Tagebuch, das mir noch fehlte.
Diese Tagebücher, zusammengestellt aus Geschichten von Autoren des Jetzt-Magazins der Süddeutschen Zeitung, scheinen wie themenspezifische Blogs in Buchform, sind damit Vorläufer des kürzlich erschienenen und die Blogosphäre aufmischenden Blogs! (das ich im Gegensatz zu den Textsammlungen aus München noch nicht gelesen habe). Gestern, vor dem Einschlafen, wollte ich die ersten Geschichten lesen, fand mich auf Seite 80 (“fing ungefähr jeden Tag ein oder zwei neue Bücher an und ließ sie überall in der Wohnung liegen”) und schließlich viel später als gewollt im Bett wieder.
Die ganze Nacht lief vor meinem inneren Auge ein Dokumentarfilm über die letzten vier Jahre ab, nicht gedreht an Originalschauplätzen, dafür mit Originalschauspielern. Bildqualität etwa wie Arnes 8mm-USA-Tour-Clip auf der Tocotronic-DVD: sehr charmant. Letztendlich natürlich der traurigste Streifen dieses Universums.

3 Gedanken zu „Der Montag hat mir nicht gefallen

  1. Hey! Habe Deine Seite aus Deiner E-Mail für meine Newsletter-Anmeldung beim Late-Night-Lesen letztens. Und da wollte ich nur mal loswerden, dass dein Blog echt sehr schön ist. Das denke ich, nachdem ich mir nun vieles durchgelesen habe. Der RSS-Fedd ist abonniert und wartet auf Speisung. Gruß aus Bielefeld. Markus.

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